Kunstrasen ist das große Ziel

az

Von Torben Schröder
FSV SAULHEIM 70 Jahre alter Verein plant für 2018 Realisierung / Freude über viel Nachwuchs

SAULHEIM – „Wir sind ein Verein im Umbruch“, beginnt Mirko Pleic das Gespräch. Der neue Erste Vorsitzende des FSV Saulheim, zarte 31 Jahre jung, hat einiges vor mit dem vor 70 Jahren gegründeten Verein, bei dem er schon als Sechsjähriger mit dem Fußballspielen begann. Anfang Mai hat Pleic den seit 30 Jahren amtierenden Manfred Kröhl an der Spitze des 650-Mitglieder-Klubs abgelöst, ein von längerer Hand geplanter, „friedlicher“ Generationenwechsel. Als „ganz großes, strukturelles Ziel“ hat er sich das Projekt Kunstrasen auf die Fahnen geschrieben – und mit Vorstandsmitglied Leo Leickert, einem früheren ZDF-Produktionsmanager, einen eigenen Beauftragten für dieses Thema an Bord.

Umwandlung des Hartplatzes wird 400 000 Euro kosten

An die 400 000 Euro wird die Umwandlung des kaum noch bespielbaren Hartplatzes, der seinen Namen wahrlich verdient, wohl kosten. Auf der Prioritätenliste des Landes ist der FSV auf Rang vier eingestuft worden, sodass laut Leickert Hoffnung besteht, das Projekt 2018 zu realisieren – sofern die restlichen Gelder zusammenbekommen werden. Dafür will der Verein nun mächtig trommeln, unter anderem mit einem eigenen großen Stand im Weingut Mario Dechent beim Verbandsgemeinde-Weinfest im kommenden Jahr. „Das ist bereits ein schönes Beispiel der Unterstützung für unser Kunstrasenprojekt aus dem Ort“, freut sich Leickert. Viele weitere wird es brauchen.

Mitten im Ort, da will der hinter dem Ritter-Hundt-Zentrum und umgeben von großen Erdwällen etwas versteckt residierende Verein gern ankommen. „Der Verein war Jahrzehnte lang eher nach innen gekehrt“, erzählt Leickert. Und ein Großteil der Aufmerksamkeit konzentrierte sich auf die erste Fußball-Mannschaft, „unser Aushängeschild“, so Pleic. Das soll sie bleiben und doch zugleich genügend Platz im Scheinwerferlicht für die ebenfalls erfolgreichen Tischtennis-Spieler sowie die Damengymnastik und die Badminton-Sparte lassen. Ein Schwerpunkt bei den Fußballern liegt in der Jugend, die über 200 Mitglieder zählt und insgesamt zehn Mannschaften stellt. Inzwischen wird auch Mädchen- und Frauenfußball angeboten.

„Als ich vor zwei Jahren als Trainer angefangen habe, waren es zwölf Bambinis, als ich diesen Sommer aufgehört habe, waren es 30“, verdeutlicht Leickert das Wachstum im Nachwuchsbereich: „Wir werden regelrecht überrannt.“ Hier wirkt sich die ebenfalls unter dem Vorsitzenden Mirko Pleic durchgeführte Umstrukturierung des Fördervereins aus. „Ich denke, dass der Plan, den wir vor drei Jahren hatten, jetzt fruchtet“, sagt der Vereinschef, der auf qualitative Nachwuchsarbeit mit Fördertraining und Trainerschulungen setzt. Sogar einen eigenen Bus hat die Jugend. Der Pferdefuß des Zuwachses: Der Naturrasen, ohnehin auch durch Leichtathletik beansprucht, reicht längst nicht mehr als Trainingsplatz aus, und der Hartplatz könne, so Leickert, in absehbarer Zeit vom Verband für Punktspiele gesperrt werden. Es bleibt also viel zu tun.

Zahlreiche Besucher gratulieren dem Jubelverein

Und es gibt in diesem Jahr viel zu feiern. An die 1000 Besucher statteten dem FSV im Weingut Landgrafenhof bei der Jubiläumssause einen Besuch ab. Bei der Sportwoche machten 32 Jugendmannschaften mit, dazu über 20 Teams beim Ortsvereinsturnier. Seit drei Jahren lockt der Klub bei den Ferienspielen bis zu 40 Kinder auf das Gelände, und auf der Kerb am zweiten September-Wochenende will der FSV an seinem Stand ein deutlich ausgeweitetes Angebot unterbreiten – immer nach dem Motto „Wir wollen ein Verein für alle sein“.

Neben Leickert hilft dabei auch in Eigengewächs Dominik Theis ein FSJler mit. Es tut sich was beim FSV, und es ist Leben in der Bude. Nicht nur, wenn der Betreiberverein, die Sportfreunde Mühlbachaue, im Klubheim Sky-Fußballübertragungen anbietet oder man sich zur Fernseh-Fastnacht, Oktoberfest, Schlachtfest und Weihnachtsfeier trifft. Donnerstagsabends wird für Mannschaft und Anhänger gekocht. „Das ist typisch FSV – die Einheit im Verein“, betont Pleic. „Ein familiärer Verein, jeder hilft dem anderen“, erklärt Leickert.

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/…/kunstrasen-ist-das-gross…

NUR DER FSV!

Kommentare sind geschlossen.